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The story of my life in 10 books

At the moment, I'm feeling strangely content, light and almost as if I got a glimpse of what enlightment could feel like. It isn't the first time this has happened to me, in fact, these kinds of blissful states tend to come to me in the early autumn regularily, not every year or ever odd year, but if I feel like this, it is always early autumn. Since they don't tend to last and usually are more like vacations from a everyday life and its struggles, I've started to enjoy them while they last.

Yesterday, a friend tagged me for one of these Facebook-memes, asking me to write about 10 books that have inspired me in my life - and as is to be expected, if such a question coincides with my blissful feeling of temporary enlightment, understanding starts to explode all around me. I decided to take this small window of opportunity to write about the 10 books that have played a role guiding me along the course of my life or have accompanied me for a spell of the journey and to write about it here, and not on Facebook.

After I had composed this list and I looked through it, I was delighted to see that it is 5 books written by men and 5 written by women. Sometimes, things just fall into place...

I decided to post this entry as an experiment - I post this without reading what I wrote and without editing any of it. So, if you go into this - this is as I wrote it, the first take, no edits. The reason for this is that I feel I'd be scared of my own courage if I started reading it again, but it feels like it's something that desperately wanted out.

Brace yourself, this is going to be long - I could probably write an entire entry about each of the books on the list and I try to keep it as short as necessary.

The BibleCollapse )

The Lord of the RingsCollapse )

Harry PotterCollapse )

Women Who Run with the WolvesCollapse )

Das Recht auf MemoirenCollapse )

Die Kunst, vernetzt zu denkenCollapse )
Eat, Pray, LoveCollapse )
Infinite JestCollapse )
The Time Traveler's WifeCollapse )

Pride and PrejudiceCollapse )
So, there we go... 10 books, a life's story at a strange moment in time. Let's see where the path goes from here.

Thanks for staying on 'til now.

Planlos, aber ich weiss, was ich tue

Vor knapp zwei Jahren habe ich nach einer langen Phase von "Writer's Block" eine weitreichende Entscheidung getroffen, die vielleicht eine der besten war, die ich jemals getroffen habe:

Ich habe beschlossen, meine Texte (die Fiktion - hier hab ich ja immer noch geschrieben) nicht mehr - oder nur noch sehr restriktiv - mit anderen zu teilen und einzig und alleine nur noch für mich selbst zu schreiben.

Diese Entscheidung ist mir damals unheimlich schwer gefallen, weil ich zwar auf der einen Seite den Wunsch in mir gespürt habe (und immer noch spüre), meine Geschichten mit anderen zu teilen - andererseits aber genau dieser Wunsch meine Inspiration ausgetrocknet hat und ich nicht mehr schreiben konnte, sobald ich an irgendeine Form von Publikum dachte und an die Erwartungen, die ich damit zu erfüllen hätte.

Ich hatte keine Ahnung, warum das so war und wie das alles zusammenhing. Ich besuchte zu diesem Zeitpunkt noch einen kleinen Schreibzirkel, innerhalb dessen wir uns über unsere Texte ausgetauscht hatten - und ich kam Monat für Monat ohne eigenen Text zu unseren Treffen, konnte aber einfach nicht wirklich schlüssig erklären, warum das so war. Ich habe zwar gerne mit den anderen über ihre Texte diskutiert, aber nicht über meine.

Mittlerweile bin ich schlauer.

ImprovisationenCollapse )
Though there is a cease-fire in effect at the moment (is there still? It was when I started writing...), the conflict in Gaza is still anything but over. And as the conflict escalates, both my Facebook and my Twitter timeline are flooded with posts either defending Palestinian or Israelian actions and, of course, criticising the other side. I vowed (just to myself) never to write about the ongoing Israel-Palestina conflict, because it's just too frustratingly complex. But then... I don't like the way it is portrayed out of context all the time. I'm still anxious about what I'm writing here, because I have a lot of doubts and I see many impasses and few options that would open up roads for peace. No wonder I don't see them, because if they were obvious, the people involved would already have found them...

I'm aware that it might look like I'm taking the cheap way out by saying "it's too complex" and "I don't feel comfortable chosing sides". I'm not "neutral", I don't think "everyone is equally to blame", because that's not true. I rather think... the blame lies with neither Palestinians nor Israelians - there's either an entire context to blame, because this is just a friction point inside a dysfunctional system, or, if there's someone to blame, it's us, or rather, our ancestors, in Europe.

Picking sides in the conflict as it is now, would feel like sitting in an ancient Roman colloseum rooting for one of the gladiators fighting for their lives for my benefit.

So, here's why I think we Europeans have to take the blame: It's because we invented and promoted nationalism. And there would be no conflict in Palestina without nationalism. In order to understand what I mean by that, we have to take a little superficial tour through European history and the history of (European) political ideas. It might look theoretical and abstract in the beginning - but I hope I can take it back to the matter at hand before it gets too out of sync with the conflict in question.

read onCollapse )

"Was uns die ­Ereignisse vom Sommer 1914 lehren, ist, wie schnell alles schlimmer werden kann, wenn Kanäle der Kommunikation nicht mehr offen sind, wenn das Gespräch versiegt und ein Kompromiss unmöglich wird."

Christopher Clark in einem Interview.

Obwohl ich das in dem oben verlinkten Artikel beschriebene Buch The Sleepwalkers (Die Schlafwandler) noch nicht fertig gelesen habe, stimme ich dem Abschlusssatz des Interview bereits uneingeschränkt zu. Ich möchte die Gelegenheit nutzen - auch im Hinblick auf das 100-jährige Gedenken an das Attentat von Sarajevo - das Buch unbedingt zu empfehlen. Christopher Clark arbeitet darin auf eine sehr eindrückliche und sehr nachvollziehbare Art heraus, wie eingeschränkte Perspektiven, persönliche Einschätzungen, Ideologien und unbewusste mentale Modelle (Vorstellungen, wie die Welt aussieht) bei unerschiedlichen Beteiligten unterschiedliche Interpretationen der gleichen Situation hervorrufen und wie ihre Reaktionen wiederum zu Reaktionen der anderen Beteiligten führen.

Es zeigt, wie sich hinter dem Rücken und in den blinden Flecken der Entscheidungsträger eine viel grössere Gefahr für das gesamte System aufbaut, als ihnen bewusst ist. Und wie diese Gefahr dann unerwartet explodiert.

Es zeigt, wie man "denkt, dass der andere denkt, dass man denkt", wie man daraus sein eigenes Verhalten ableitet und wie man daraus im gesamten gesellschaftlichen System, in das man eingebettet ist, unbewusst übergeordnete Dynamiken erzeugt, verstärkt und/oder weiterführt.

Es zeigt, wie unterschiedliche Mitspieler am Tisch unterschiedliche, mehr oder weniger legitime (aber eigentlich immer zumindest nachvollziehbare) Interessen verfolgen - und diese Interessen bisweilen gerade deshalb aus den Augen verlieren, weil sie blind bleiben für den Gesamtkontext. (Man könnte die gleiche Art von Buch auch über die Finanzkrise 2008 schreiben. Wäre sehr spannend, aber noch zu früh.)


Ursachen, Schuld und komplexe SystemeCollapse )
Jetzt läuft wieder die Fussball-WM, dieses Jahr in Brasilien, und die Presse überschlägt sich mit selbstgefälligen Begründungen, warum auch dieses Jahr kein afrikanisches Team um den Weltmeistertitel mitspielen wird. Die Begründungen dafür - die nicht zwangsläufig falsch sind - klingen ziemlich selbstgefällig: zu unprofessionell, zu schnell werden Spieler nach Europa gebracht statt richtig zu Hause ausgebildet... und dann geben wir noch einen Hauch Esoterik dazu, mixen das beliebte rassistische Bild es faulen, unorganisierten Afrikaners an sich hinzu und fertig ist die Sauce. "Wir" machen das hier alles viel besser - deswegen werden "wir" auch gewinnen.

Ich stimme mit den Beobachtungen insofern überein, dass es in absehbarer Zeit sehr schwierig sein wird für ein afrikanisches Team Weltmeister zu werden (obwohl natürlich alles möglich ist, Griechenland wurde 2004 Europameister und darauf hat keiner gewettet) - aber ich glaube, da liegt mehr dahinter. Die Gründe, warum afrikanische Teams - und generell Teams aus Regionen, die im aktuellen politisch-wirtschaftlichen Weltgefüge systematisch benachteiligt sind - in nächster Zeit nicht Weltmeister werden, sind im Kontext verwurzelt, der weit über Fussball hinausgeht. Solange diese Rahmenbedingungen bleiben, wäre es für ein afrikanisches Team eine um ein Vielfaches grössere und bemerkenswertere Leistung, Weltmeister zu werden, als für ein europäisches Land. Und das umfasst selbst Fussball-Zwerge wie die Schweiz.

Auf den Einwand - aber Brasilien! Aber Südamerika! - werde ich am Ende noch eingehen. Im Hinterkopf behalten.

Bevor ich hier jetzt weiterschreibe, noch ein paar Hinweise: Ich bin keine Fussballexpertin. Ich arbeite beruflich mit komplexen Systemen und politischen Narrativen. Das heisst, dieser Blogeintrag zeigt nicht das "Gesamtbild" und blendet insbesondere fussballerische Besonderheiten aus. Das heisst, es gibt Dinge, die hier nicht auftauchen werden, zum Beispiel der zentrale Einfluss des Trainers, der Vorbereitung, der Taktik etc. - ich denke aber, dass manche davon aus dem Kontext, den ich im Folgenden schildern werde, heraus entstehen. Sie sind damit nicht falsch. Sie entstehen aus dieser Situation heraus, genau wie der Mechanismus, den ich hier beschreibe und sind davon abhängig. Ändert sich der Kontext nicht, werden sich auch die vermeintlichen "Fehler" dieser Mannschaften wiederholen. Denn wenn so unterschiedliche Mannschaften wie Ghana, Kamerun oder Nigeria auf ähliche Art scheitern, kann es nicht an den Fehlern Einzelner liegen.

Ich weise ausserdem noch darauf hin, dass meine Beobachtungen erstmal auf Anekdoten beruhen und es wünschenswert wäre, wenn das unabhängig und vertieft geprüft würde.

mehr dazuCollapse )
Wenn an sich die Nachrichten über die Ukraine im Augenblick so anschaut, könnte man den Eindruck bekommen, dass die Situation dort völlig klar ist. Die Geschichte geht etwa so:

In Kiew ist eine demokratisch eingestellte, europäisch gesinnte Übergangsregierung nach einer friedlichen Revolution legitim an die Macht gekommen. Sie versucht ehrlich, das Land in eine bessere (europäische) Zukunft zu führen. Dieser Effort wird untergraben vom autokratischen Herrscher Russlands, der die Krim annektiert, in der Ostukraine brutalen Krawall schürt und seine Armee an der Grenze aufzieht, weil er die Ukraine für sich gewinnen will. Er verhindert so bedauerlicherweise, dass für das Land endlich alles gut wird. Wir müssen ihn unbedingt daran hindern. Das sind wir der demokratischen Tradition schuldig.

Diese Erzählung, in der die Rollen sehr klar verteilt sind, wird da und dort vielleicht mit Nuancen versehen, es wird vielleicht darauf hingewiesen, dass die Ukraine in einen pro-westlichen, ukrainisch-sprechenden Westen und einen pro-russischen, russisch-sprechenden Osten geteilt ist, dass nicht alle Mitglieder der Übergangsregierung wirklich nette Gesellen sind, dass das Land ein Problem mit Korruption hat und weiteres mehr... aber diese Nuancen sollten in der Berichterstattung niemanden darüber hinwegtäuschen, dass die Situation trotzdem völlig klar ist; und dass auch eindeutig ist, wo für uns im Westen die Sympathien zu liegen haben.

Wenn man sich dem verweigert, wird man sehr schnell mit dem Label "Putin-Versteher" (ich hab es noch nie in er weiblichen Form gehört, aber ich gehe davon aus, es wäre dann "Putin-Versteherin") versehen, womit allen anderen dann endgültig klar sein sollte, was von dieser Person zu halten ist.

Ich möchte in diesem Eintrag aufzeigen, warum dieser Eindruck, warum diese eindeutige Erzählung zum Konflikt brandgefährlich ist und warum ich mich mit meinen bescheidenen Mitteln und meiner kleinen Reichweite dagegen wehren will, dass diese Erzählung Überhand nimmt. Ich werde ausserdem erklären, warum ich laut und deutlich sage: nein, ich will mich nicht für eine Seite entscheiden.

Beide sagen das gleiche. Beide sind idiotisch. Es gibt kein "kleineres Übel" in dieser Geschichte. Wir brauchen Alternativen.

Die anderen Erzählungen

Weiter einleitendesCollapse )

Die Propagandaaussagen

Die KonsequenzenCollapse )

Das Bild auf meinem Puzzle
Und das Bild auf meinem PuzzleCollapse )

Einige Nachbemerkungen
Einige NachbemerkungenCollapse )

Theoretische Herleitungen, die ich ausgelagert habe

Wie entstehen solche Erzählungen - und warum sind sie wichtig?

erster TheorieblockCollapse )

Wie aus Erzählungen Konflikte werden

zweiter TheorieblockCollapse )

Tunnelblick auf Sotschi

Es gäbe viel zu sagen über die olympischen Winterspiele in Sotschi. Die Intransparenz und  Korruption im IOC, den fragwürdigen Umgang mit den eigenen Werten, die sie propagieren. Leider fehlt mir grad die Zeit, genauer darauf einzugehen. Mir ist extrem unwohl damit, wie wohlfeil es im Westen gerade ist, Russland im Zusammenhang mit den olympischen Spielen zu kritisieren. Ja, die meiste Kritik ist berechtigt - ihr fehlt aber der Kontext und ich habe Sorge, dass damit (im Interesse v.a. der autokratischen Kräfte in Russland und ebenso fragwürdigen Kräften im Westen) eine neue ach so produktive Feindschaft geschaffen werden soll, an die wir uns doch im kalten Krieg so schön wohlig gewöhnt haben.

Ich zitiere der Einfachheit halber einen Kommentar, den ich vorhin auf Facebook geschrieben habe:

KommentarCollapse )

Stattdessen wollte ich hier noch auf einen ganz speziellen Tunnelblick hinweisen.

Unnoetiges LobCollapse )

Clevere Farbwahl. Und sehr... instruktiv.
Im Januar konnte man sie wieder im Fernsehen beobachten, die lächerlichen Würstchen, die sich selbst als Elite unseres Universums sehen, als Top-Shots, jene, die jährlich Milliardensaläre und -boni "verdienen". Die Würstchen waren im dem Fall ehemalige UBS-Chefs, die kleinlaut vor dem britischen Parlament in London Auskunft über den sogenannten "Libor-Skandal" gaben.

Ja, es täte ihnen leid. Das seien damals schwierige Zeiten gewesen, sie wären ja so beschäftigt damit gewesen, die Bank vor der Krise zu retten, dass sie schlicht nicht alles hätten beachten können, sorry. Das seien die Fehler von Individuen gewesen, die leider, leider die internen Reglemente überschritten hätten. Diese würden mit aller Härte zur Verantwortung gezogen, solche Regelverstösse seien wirklich schrecklich. Blablabla.

Bullshit.

Mehr dazuCollapse )

I got tagged again!

It's always a bit awkward when I am tagged in one of these memes, because I don't know who I could tag to keep the game going. But still, as the meme (by tookborough ) involves questions, I'll take time to answer them.

more and more and moreCollapse )
In Deutschland ist gerade - endlich, dürfte man fast sagen - eine Debatte über den alltäglichen Sexismus entbrannt, nachdem eine Journalistin die sexuelle Belästigung öffentlich gemacht hat, die sie durch den FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle erfahren hat. Ich will mich gar nicht zum Gesamtthema äussern - aber einen wenig beachteten Aspekt der Geschichte herausgreifen, den ich für besonders wichtig halte.

Einer der Vorwürfe, den sich die Journalistin Laura Himmelreich nach ihrem Artikel anhören musste, lautete ungefähr so: "wenn es für Sie so furchtbar schlimm war, warum sagen sie erst jetzt etwas? Zufällig gerade jetzt, wo er ein höheres Amt anstrebt..."

Der Vorwurf ist Schwachsinn - ich werde gleich zeigen, warum - und er legt die Denk- und Machtstrukturen offen, die sich hinter dem alltäglichen Sexismus verbergen.

Macht und dreckige SpieleCollapse )

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